Infineon erweitert sein Drivecore-Softwareportfolio um drei neue Softwarepakete, die die Entwicklung softwaredefinierter Fahrzeuge (SDV) vereinfachen und beschleunigen sollen. Im Mittelpunkt steht das Bundle für den RISC-V-Virtual-Prototypen der kommenden MCU-Serie, die die AURIX-Familie nach oben abrundet.
Es integriert Infineons AURIX RISC-V iLLDs, das Synopsys Virtualizer Development Kit (VDK) für RISC-V, den auf LLVM basierenden C/C++-Compiler von HighTec für die Automobilindustrie sowie die Debug- und Trace-Lösungen TRACE32 von Lauterbach.
Diese vorintegrierte und für die Cloud-Anwendung vorbereitete Umgebung ermöglicht es Kunden und Partnern, die RISC-V-Architektur zu evaluieren, mit der Softwareentwicklung vor der Siliziumfertigung im Shift-Left-Ansatz zu beginnen und die Toolchain-Bereitschaft zu validieren.
Zusätzlich zum RISC-V-Bundle stellt Infineon zwei weitere Drivecore-Lösungen vor, die wichtige Bereiche der Automobilsoftware abdecken.
Das PSOC Drivecore Smart End Point-Bundle wurde gemeinsam mit Elektrobit und IAR entwickelt. Es kombiniert die PSOC-Hardware von Infineon mit der EB tresos AutoCore Light-Software von Elektrobit und der zertifizierten Embedded-Toolchain von IAR. Es bietet eine fertige Grundlage für intelligente Endpunkt-ECUs und unterstützt alles vom ersten Code-Build bis zur Erstellung von Nachweisen für die funktionale Sicherheit.
Das Bundle „Aurix Drivecore AUTOSAR” umfasst die Infineon MCAL-Treiber, den Elektrobit EB zoneo GatewayCore und EB tresos AutoCore Stack sowie die Tasking SmartCode C/C++ Compiler Tool Chain. Es ist für leistungsstarke Domänen- und Zonensteuerungs-ECUs optimiert.
Alle Drivecore-Bundles basieren auf denselben Prinzipien: vollständig integrierte, vorab getestete Software-Stacks in Kombination mit bewährten Tools sowie einer kostenlosen, dreimonatigen Evaluierungslizenz.
Bereits zum Start bietet das kombinierte Ökosystem führende globale und regionale Partner, sodass Anwender Zugang zu einer Vielzahl von Tools, Middleware, Bibliotheken und Entwicklungskompetenz für RISC-V-, Arm- und TriCore-Architekturen haben.
Die „Drivecore RISC-V Virtual Prototype Demo” kann an den Ständen von Lauterbach (4-210) und HighTec (4-432) auf der Embedded World 2026 erlebt werden. Eine PSOC DRIVECORE Smart End Point-Demo mit einer Rückleuchtenanwendung wird am Infineon-Stand (4A-138) präsentiert. (jr)
