Infineon Technologies erweitert sein Mikrocontroller-Portfolio um die neue Familie AURIX RC1. Die Bausteine basieren auf einer skalierbaren Multicore-Echtzeitarchitektur mit RISC-V-Prozessorkernen und sollen die steigenden Anforderungen softwaredefinierter Fahrzeuge (SDV), Software-Defined Everything (SDX) und Physical AI erfüllen.
Hintergrund sind veränderte Fahrzeugarchitekturen, bei denen verteilte elektronische Steuergeräte zunehmend durch zonale und zentrale Rechnerstrukturen ersetzt werden. Damit steigen die Anforderungen an skalierbare Rechenleistung, wiederverwendbare Software und deterministische Echtzeitverarbeitung. Funktionale Sicherheit, Cybersicherheit, Zuverlässigkeit und langfristige Verfügbarkeit bleiben dabei zentrale Anforderungen.
AURIX RC1 ist als gemeinsame Plattform für unterschiedliche Fahrzeugdomänen ausgelegt. Dazu gehören Karosserie- und Zonensteuergeräte, Gateways, Fahrwerk, Batteriemanagement sowie Steuergeräte für konventionelle und elektrische Antriebe. Weitere Einsatzbereiche sind Sicherheitsbegleiter für ADAS-SoCs sowie zentrale Rechen- und Cockpitfunktionen.
Eine einheitliche RISC-V-Basis mit konsistentem Software-Stack und Toolchain soll die Wiederverwendung von Software und Entwicklungswerkzeugen ermöglichen. Zum Entwicklungsangebot gehört bereits ein Virtual Prototype, mit dem Softwareentwickler ihre Anwendungen vor der Verfügbarkeit der ersten Hardware testen können. AURIX RC1 ergänzt Infineons bestehende Mikrocontroller-Familien AURIX TC3x, TC4x und TRAVEO T2G. (oe)
