Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat im EU-Projekt Pods4Rail gemeinsam mit 14 weiteren Partnern ein modulares Mobilitätskonzept für die Verknüpfung von Schiene, Straße und Seilbahnen entwickelt. Kern des Ansatzes sind standardisierte Transportkapseln, sogenannte Pods, die auf unterschiedliche mobile Trägereinheiten für verschiedene Verkehrsträger umgesetzt werden können.
Personen oder Güter sollen dabei während der gesamten Transportkette in derselben Kapsel verbleiben. Eine Straßen-Trägereinheit könnte beispielsweise einen Pod aus einer ländlichen Region zu einem Knotenpunkt bringen, an dem er automatisiert auf eine Schienen-Trägereinheit umgesetzt wird. Die Schiene bildet dabei aufgrund ihrer Kapazität und Energieeffizienz das Rückgrat des Konzepts.
Im Projekt wurden mehr als 20 mögliche Anwendungsfälle untersucht und acht Geschäftsszenarien entwickelt. Diese reichen vom bedarfsgerechten Personenverkehr auf Nebenstrecken über Paketlogistik bis zu mobilen medizinischen Einrichtungen. Das DLR untersuchte unter anderem Fahrzeugstrukturen, Energiebedarf, Klimatisierung, Schnittstellen, Automatisierung, Kommunikation sowie Sicherheits- und Zulassungsanforderungen. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die nächste Entwicklungsstufe dienen. Ein Nachfolgeprojekt namens PREFER soll voraussichtlich noch 2026 starten. (oe)
