Der deutsche Pkw-Markt hat im Juli 2026 leicht zugelegt. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) stiegen die Neuzulassungen um 1 Prozent auf 268.100 Fahrzeuge. Besonders dynamisch entwickelte sich die Elektromobilität: Die Neuzulassungen von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV), Plug-in-Hybriden (PHEV) und Brennstoffzellenfahrzeugen (FCEV) erhöhten sich um 44 Prozent auf 109.200 Einheiten. Damit erreichte der Elektroanteil an den Gesamtzulassungen mit 41 Prozent den höchsten Wert seit der Kürzung des Umweltbonus Ende 2022.
Treiber der Entwicklung waren vor allem batterieelektrische Fahrzeuge, deren Zulassungen um 61,7 Prozent auf 78.609 Einheiten stiegen. Ihr Anteil betrug 29,3 Prozent und lag damit deutlich über dem Anteil der Plug-in Hybride, der mit 30.609 Neuzulassungen 11,4 Prozent ausmachte. Insgesamt wurden einschließlich der Plug-in-Hybride 105.284 Hybride neu zugelassen, der Anteil betrug 39,3 Prozent.
Die Pkw-Produktion ging im Juli dagegen um 6 Prozent auf 322.700 Fahrzeuge zurück. Als Grund nennt der VDA unter anderem die mehrwöchige Umrüstung eines Werks auf die Fertigung von Elektrofahrzeugen. Auch die Exporte sanken um 4 Prozent. Trotz rückläufiger Auftragseingänge im Juli liegt der Inlandsauftragsbestand weiterhin 10 Prozent über dem Vorjahresniveau und könnte nach Einschätzung des Verbands die Produktion in den kommenden Monaten stützen. (oe)
