Anfang Februar hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) den Forschenden der Technischen Hochschule Augsburg (THA) am Technologietransferzentrum (TTZ) in Landsberg am Lech die Genehmigung erteilt, ein Level-4-System für das autonome Fahren auf öffentlichen Straßen deutschlandweit zu testen. Das bedeutet, dass das Testfahrzeug innerhalb eines klar definierten Erprobungsbereichs mit Sicherheitsfahrer eingesetzt werden kann. Die THA ist damit die erste Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland, die die bundesweite Level-4-Genehmigung erhalten hat – nach einer anderen Hochschule.
Der Grundstein hierfür wurde am TTZ Data Science und Autonome Systeme in Landsberg am Lech unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr.-Ing. Carsten Markgraf im Rahmen des Verbundprojekts „Neue Mobilität” (NeMo.bil) gelegt. In diesem Projekt soll ein innovatives, schwarmfähiges Mobilitätssystem entstehen, das als Vorbild eine neue Form des nachhaltigen und bedarfsgerechten Personen- und Gütertransports im ländlichen Raum ermöglicht. Hierzu werden selbstfahrende Leichtbaufahrzeuge (Cabs) entwickelt, die sich selbstständig aneinander an- und abkopplen können.
„Wir haben uns für eine deutschlandweite Genehmigung auf öffentlichen Straßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h beworben. Autobahnen sind ausgenommen. Alle erforderlichen Genehmigungsverfahren haben wir erfolgreich durchlaufen, sodass wir jetzt im Technologietransferzentrum Landsberg am Lech mit den Vorbereitungen zur ersten Testfahrt beginnen können“, erklärt Markgraf.
Die Level-4-Genehmigung für das TTZ Landsberg am Lech ist vier Jahre lang gültig und kann bei Bedarf im Anschluss verlängert werden. (jr)
