TU Braunschweig zeigt Fahrzeug als Gesundheitsmonitor

Forschende der Technischen Universität Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover entwickeln Fahrzeuge, die während der Fahrt Vitalparameter erfassen und gesundheitliche Veränderungen frühzeitig erkennen können. Auf der Automechanika Frankfurt (8. bis 12. September) präsentiert das Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik (PLRI) gemeinsam mit dem Institut für Fahrzeugtechnik zwei Forschungsfahrzeuge, die das Konzept „Automotive Health“ demonstrieren.

Die Fahrzeuge erfassen mithilfe unauffällig integrierter Sensoren im Lenkrad, Sicherheitsgurt und Innenraum unter anderem Herzfrequenz, Atemfrequenz, EKG- und Photoplethysmographie-Signale. Eine KI verknüpft diese Daten mit Fahrdynamik-Informationen wie Beschleunigung, Bremsvorgängen oder Kurvenfahrten, um Messartefakte zu erkennen und den Gesundheitszustand zuverlässiger zu bewerten. Nach Angaben der Forschenden ist diese Kombination aus Fahrzeug- und Gesundheitsdaten weltweit einzigartig.

Ziel ist nicht die medizinische Diagnose im Fahrzeug, sondern die frühzeitige Erkennung von Auffälligkeiten, die auf Herz-Kreislauf-, neurologische oder pulmonale Erkrankungen hindeuten können. Darüber hinaus könnten die gewonnenen Daten künftig personalisierte Sicherheits- und Komfortfunktionen ermöglichen. (oe)

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