Hella: 12 Volt-Lithium-Ionen-Batteriepack

Das 12-V-Batteriepack von Hella vereint Lithium-Ionen-Zellen sowie Low Volt-Batteriemanagementsystem in einem Gehäuse und soll konventionelle Blei-Säure-Batterien in Hybrid- und Elektrofahrzeugen ersetzen. © Forvia Hella

Forvia Hella bringt sein erstes vollständig integriertes 12-Volt-Lithium-Ionen-Batteriepack auf den Markt. Durch die Integration von Lithium-Ionen-Zellen und einem Batteriemanagementsystem reduziert das Batteriepack Gewicht und Systemkomplexität, während es gleichzeitig die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Energieversorgung im Fahrzeug steigert.

Das 12-Volt-Batteriepack nutzt fortschrittlichste multidimensionale Algorithmen, die Strom, Spannung, Temperatur und weitere Größen präzise messen. Dadurch ist eine hochgenaue Erfassung des Ladezustands (State of Charge, SoC) und des Gesundheitszustands (State of Health, SoH) möglich – selbst unter anspruchsvollen Realbedingungen und über die gesamte Lebensdauer der Batterie.

Die Integration von Lithium-Ionen-Zellen und Batteriemanagementsystem in einem Subsystem verringert zudem den erforderlichen Bauraum und vereinfacht die Systemschnittstellen. Dadurch wird eine einfachere und flexiblere Integration in die Fahrzeugarchitektur ermöglicht. Zudem ist das 12-Volt-Batteiepack gegenüber herkömmlichen Blei-Säure-Batterien um rund 20 Prozent leichter.

Zusammen mit einem Hochvolt-Spannungswandler, den Forvia Hella ebenfalls beisteuert, ermöglicht das 12-Volt-Batteriepack eine redundante Energieversorgung für sicherheitsrelevante Funktionen bis ASIL D: Der Hochvolt-Spannungswandler versorgt dabei die 12-Volt-Verbraucher als Primärquelle aus dem Hochvolt-Bordnetz heraus. Fällt das Hochvolt-Bordnetz aus, übernimmt das 12-Volt-Batteriepack und stellt eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sicher.

Für das 12-Volt-Batteriepack hat das Unternehmen bereits Serienaufträge im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich von verschiedenen internationalen Automobilherstellern erhalten. Der Serienanlauf erfolgt voraussichtlich im Sommer des nächsten Jahres in China. (jr)

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