Im mit „Effizienzsteigerung durch Diagnose-Simulation“ überschriebenen Interview beschreiben Lukas Kazenwadel und Dirk Pawels von Softing Automotive, wie sich die Diagnosegeräte und Diagnoseaufgaben durch neue Software- und Hardwarearchitekturen ändern.
Das Interview setzt bei den wachsenden Herausforderungen moderner Fahrzeugentwicklung an: Die steigende Anzahl vernetzter Steuergeräte und die daraus resultierende Komplexität treiben den Testaufwand überproportional in die Höhe. Vor diesem Hintergrund erläutern die Gesprächspartner zunächst die Rolle der Diagnosesimulation als fehlendes Gegenstück in klassischen Testumgebungen und ordnet deren Bedeutung im Gesamtkontext von Testautomatisierung und Effizienzsteigerung ein.
Im weiteren Verlauf wird konkretisiert, wie Diagnosesimulation bereits in frühen Entwicklungsphasen eingesetzt werden kann, um Tests unabhängig von realer Hardware durchzuführen. Dabei wird insbesondere der Mehrwert einer realitätsnahen, kommunikationsfähigen Simulation herausgestellt, die es ermöglicht, Testfälle frühzeitig zu verifizieren und Entwicklungszeiten signifikant zu verkürzen.
Darauf aufbauend thematisiert das Interview die technischen und organisatorischen Herausforderungen – etwa die Abbildung vielfältiger Diagnoseprotokolle und Varianten – sowie praxisnahe Lösungsansätze, die eine flexible und skalierbare Testumgebung schaffen.
Abschließend richtet sich der Blick auf die strategische Bedeutung des Ansatzes: Diagnosesimulation wird als zentraler Hebel positioniert, um Qualität, Geschwindigkeit und Kosten in der Fahrzeugentwicklung nachhaltig zu optimieren. Das Gespräch verdichtet damit nicht nur den aktuellen Stand der Technik, sondern zeigt auch, wie sich Testprozesse künftig grundlegend verändern könnten. (jr)
