Nachdem die Eigentümer von Codasip bereits Mitte 2025 ihre Absicht erklärt hatten, das gesamte Unternehmen oder Teile davon verkaufen zu wollen, meldet der RISC-V-Spezialist nun eine strategische Neuausrichtung seines Geschäfts sowie die Veräußerung seines Geschäftsbereichs für Low-End-RISC-V-Prozessordesigns an ein börsennotiertes US-amerikanisches Halbleiterunternehmen. Im Rahmen der Veräußerung erhält das übernehmende Unternehmen zudem eine umfassende Lizenz für „Studio”, Codasips EDA-Tool für Prozessoren, das eine schnelle Anpassung der Codasip-Prozessorkerne ermöglicht. Der Abschluss der Transaktion ist bis Mitte Mai 2026 geplant.
Mit diesen Schritten will sich Codasip auf den rasch wachsenden Bedarf an Lösungen für cyberresiliente Halbleiterarchitekturen konzentrieren.
Dazu gehört sowohl die Erweiterung des Portfolios an lizenzierbaren, sicheren Prozessoren mit CHERI (Capability Hardware Enhanced RISC Instructions) als auch der Aufbau eines Portfolios an CHERI-SoCs und -FPGAs (Field Programmable Gate Arrays).
Die Entscheidung von Codasip ist ein Rückschlag für die Bestrebungen Europas, die Halbleitersouveränität zu erhöhen. Schließlich spielte Codasip mit seiner Technologie eine zentrale Rolle im mit 240 Mio. Euro geförderten DARE-Projekt Europas. (jr)
