ZF LIFETEC hat einen Sicherheitsgurt mit integrierter Infrarot-Signatur entwickelt, der die kamerabasierte Erkennung der korrekten Gurtlage im Fahrzeuginnenraum verbessert. Der neue „Infrared Belt“ unterstützt Innenraumkameras dabei, zuverlässig zu erkennen, ob der Sicherheitsgurt ordnungsgemäß über Schulter und Oberkörper verläuft. Die Serienproduktion soll im August 2026 starten.
Die Lösung basiert auf einem speziell entwickelten Gurtband mit unterschiedlichen Garnen, deren definierte Reflexions- und Absorptionseigenschaften im Infrarotbereich eine eindeutige Identifikation durch entsprechende Kameras ermöglichen. Dadurch lässt sich der Gurt unabhängig von Kleidung, Lichtverhältnissen oder Hintergrund zuverlässig erfassen. Fahrzeughersteller können diese Informationen nutzen, um Fehlanwendungen – etwa einen unter dem Arm oder hinter dem Rücken geführten Gurt – zu erkennen und den Fahrer beziehungsweise die Insassen entsprechend zu warnen.
Die Entwicklung gewinnt vor dem Hintergrund neuer regulatorischer Anforderungen an Bedeutung. Seit Juli 2026 schreibt die Europäische Union kamerabasierte Systeme zur Fahrerüberwachung bei neuen Fahrzeugtypen vor. Gleichzeitig verschärft Euro NCAP im Rahmen seiner Vision 2030 die Anforderungen an die Insassenüberwachung und bewertet künftig stärker die tatsächliche Schutzwirkung von Rückhaltesystemen. Das Unternehmen will die Technologie auf der Fachkonferenz AIRBAG 2026 im Dezember in Mannheim präsentieren. (oe)
