Infineon Technologies hat einen neuen Sicherheitscontroller für den Einsatz in vernetzten Fahrzeugsystemen vorgestellt. Der Baustein TEGRION SLI22 verfügt über eine Zertifizierung nach Common Criteria EAL6+, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ausgestellt wurde, und integriert erstmals Post-Quanten-Kryptografie (PQC) in dieser Sicherheitsstufe. Der Controller richtet sich an Anwendungen mit hohen Sicherheitsanforderungen, etwa eSIM-Lösungen, V2X-Kommunikation oder digitale Fahrzeugzugangssysteme.
Technische Basis des Controllers ist die Sicherheitsarchitektur Integrity Guard 32. Als Recheneinheit dient eine 32-bit-CPU auf Basis der Arm-v8-M-Architektur, die für sicherheitskritische Embedded-Anwendungen ausgelegt ist. Ein integrierter Kryptografie-Beschleuniger unterstützt sowohl klassische kryptografische Verfahren als auch Post-Quanten-Algorithmen. Ein optimierter Cache soll zudem die Systemleistung gegenüber früheren Generationen um bis zu 25 Prozent steigern. Infineon nennt eine typische Datenaufbewahrungsdauer von bis zu 17 Jahren, wodurch sich der Baustein auch für langfristig ausgelegte Automotive-Anwendungen eignet. Der TEGRION SLI22 ist derzeit als Muster verfügbar. (oe)
