ebm-papst wird an US-Konzern verkauft

Der deutsche Ventilatoren- und Motorenspezialist ebm-papst soll künftig zum US-amerikanischen Industriekonzern Madison Air gehören. Die Gesellschafterfamilien Sturm, Ziehl und Philippiak haben eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer Anteile unterzeichnet. Der Nettoverkaufspreis beträgt 4,775 Milliarden Euro, der Unternehmenswert liegt einschließlich Verbindlichkeiten bei rund 5,1 Milliarden Euro.

Mit der Übernahme will Madison Air seine Position im Bereich Luft- und Kühltechnik ausbauen. Für ebm-papst eröffnet der Zusammenschluss insbesondere zusätzliche Wachstumschancen auf dem US-Markt und im Geschäft mit Rechenzentrumskühlung. Madison Air ist bereits stark in Anwendungen für Rechenzentren und andere kritische Infrastrukturen vertreten.

Der Hauptsitz von ebm-papst in Mulfingen soll erhalten bleiben. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 13.000 Mitarbeiter, davon rund 5.800 in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte ebm-papst einen Umsatz von rund 2,24 Milliarden Euro. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und wird bis Ende 2026 erwartet. Die bisherigen Eigentümerfamilien scheiden nach Abschluss des Verkaufs aus dem Unternehmen aus. (oe)

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